Abstimmungsunterlagen

Eisenbefürworter

Sie sind davon überzeugt, dass Frauen und Männer in anatomischer, biologischer, physiologischer und biochemischer Hinsicht gleich sind. Weibliche und männliche Zellen benötigen deshalb gleich viel Eisen, um gut zu funktionieren.

Im Gegensatz zum Mann hat die Frau aber eine Menstruation. Deshalb haben Frauen achtmal weniger Eisen an Bord als erwachsene Männer. Sie sind es, die an Eisenmangel leiden und deswegen Eiseninfusionen brauchen und nicht etwa die Männer.

Weil die Frauen nichts für ihre Menstruation können, haben sie das Recht darauf, dass die Krankenkassen ihre notwendige Eisentherapie bezahlt.

Die Swiss Iron Health Organisation SIHO und die Schweizer Eisenliga sind bisherige Eisenbefürworter. Sie haben sich zum Swiss Iron Board zusammengeschlossen, dem weitere Mitglieder beitreten können.

Eisengegner

Sie sind überzeugt davon, dass Frauen weniger Eisen brauchen als Männer. Sie wissen zwar auch, dass der Ferritinwert bei Männern über 100 ng/ml liegt und bei Frauen im Menstruationsalter unter 50 ng/ml. Und sie wissen ebenfalls, dass die Frauen gleich viel Eisen brauchen wie Männer, um gesund zu sein.

Die Eisengegner wollen die Frauen aber trotzdem dazu verurteilen, mit einem Ferritinwert von 15 ng/ml leben zu müssen, bei dem die meisten von ihnen krank sind. Es gibt dazu sogar eine Troika, zu der die Schweizer Regierung, die WHO und die Universität Zürich gehören. Es sind meistens männliche Wesen, die den Frauen einen solch tiefen Wert zumuten, und zwar am grünen Tisch. Sie selbst haben keine Menstruation und somit genügend Eisen an Bord. Sie können den Eisenmangelzustand ja gar nicht kennen, an dem die Frauen leiden!

Die Schweizer Regierung geht nun noch einen ausserordentlich mutigen Schritt weiter und will die Frauen sogar für ihre Menstruation bestrafen: Bern will nämlich dafür sorgen, dass sie ihre Eisentherapie künftig selbst bezahlen müssen – eine unverdiente Ohrfeige für die Frauen.

Kommentar

Bern muss sich dabei aber bewusst sein, dass die Schweizer Frauen im Entscheidungsjahr 2019 ihre Wange nicht hinhalten werden. Zu aufgeklärt sind sie dafür, zu gesund, zu lebendig, mündig, mutig, selbstbestimmt und voller Eisen – dank ihren Eisenärzten. Über eine Million wurden schon behandelt. Sie können auch aufmüpfig werden, wenn es sein muss. Ungerechtigkeit vertragen sie erst recht nicht, vor allem wenn es um die Gleichberechtigung der Geschlechter geht. Sie können nichts für ihre Menstruation und ihren Eisenmangel und brauchen das verlorene Eisen immer wieder zurück. So bleiben sie gesund und stark und können auch einem frauenfeindlichen Bundesrat die kollektiv moralische Stirn bieten, für Gerechtigkeit sorgen und entsprechend abstimmen.

Nehmen Sie an der Eisenabstimmung teil…